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Essays

Zur Literatur, Philosophie, Geschichte und Kultur

Die neusten Essays

[Ordner] Auf der Grenze zwischen Liebe und Tod – Feridun Zaimoglus Liebesbrand

[14. Juni 2008]

Spätestens durch die Erzählungen in Zwölf Gramm Glück hat er es endgültig bewiesen – Feridun Zaimoglu kann ganz und gar ungewöhnliche Liebesgeschichten schreiben. Jetzt legt er mit seinem neuen Buch Liebesbrand einen Roman vor, der seinen früheren Texten über die Liebe allemal das Wasser reichen kann. Eine Rezension.


[Ordner] Die Mittagsfrau von Julia Franck oder Die Sprache spielt Verstecken

[6. Juni 2008]

Für ihren Roman Die Mittagsfrau erhielt Julia Franck 2007 den Deutschen Buchpreis. Doch ist die Lebensgeschichte der jungen Frau, von der Franck ihn ihrem neuesten Werk erzählt, wirklich so überzeugend vorgetragen, wie es die Auszeichnung vermuten lässt? Oder muss man ihr preisgekröntes Buch doch eher als Kotau vor dem Massengeschmack bezeichnen? Eine Rezension.


[Ordner] So weird!

[6. November 2007]

Das amerikanische Kino lässt sich beileibe nicht auf jene Fließbandprodukte reduzieren, die die Filmindustrie in Hollywood alljährlich hervorbringt. Daneben hat es immer Regisseure wie Jim Jarmusch oder Gus Van Sant gegeben, die künstlerisch ambitionierte Filme drehten. Zu den Vertretern des progressiven Autorenfilms gehört natürlich auch David Lynch, der den Traumwelten Hollywoods in der Vergangenheit immer wieder mit seinen verfilmten Albträumen begegnete. 2007 kam Inland Empire, sein bisher letzter Film, in die deutschen Kinos. Eine Rezension.


Das Wort Essay ist im Grunde ein Verlegenheitsbegriff, Benennung in Ermangelung einer besseren. Er ist hier jedoch passender als alle anderen, weil ein Essay sich nun einmal sträubt, einem tagaus, tagein dasselbe Antlitz entgegenzustrecken. Diese mangelnde Einheitlichkeit ist auch verbindendes Merkmal meiner Texte. Eine gewisse Unordentlichkeit in der Struktur, ein gewisser Grad an Persönlichkeit in der Bewertung, ein gewisser Mangel an Intersubjektivität könnte man dem noch hinzufügen. Trotz dieser Mängel habe ich mich nicht gescheut, die Essays gelegentlich mit Fußnoten zu drapieren. Das ist, wenn man den Gattungsbegriff eng begreift, eher ungewöhnlich, geht aber: weil ich das Wort Essay, wie gesagt, nur als Platzhalter für das verwende, was ich nicht in der Lage bin, anders zu nennen.

Genauso vielgliedrig wie ihre Außenansicht sind die Anlässe, denen die Texte ihre Entstehung schulden. Manche entstanden als Arbeitsgrundlage, kurze Abhandlung oder schriftliche Fixierung eines Referats; andere verdanken ihre Geburt der schamlosen Freude über ein berückendes Stück Literatur oder sind Ausdruck der Hilflosigkeit, mit der ich einem Text gegenüberstehe. Jene sind aus einem Kolloquium oder Seminar hervorgegangen, diese zum Zeitvertreib aufs (virtuelle) Papier geworfen. Daneben gibt es noch solche Essays, die ursprünglich für eine Uni-Zeitung geschrieben und dort gedruckt wurden. Wie auch immer, alle sind ganz erheblich mit der Tatsache belastet, dass der Wahrheitsgehalt ihrer Aussagen wohl nur von geringem Umfang ist. Sie können (und sollten?) als Denkanstoß dienen. Sie zu widerlegen oder ihnen Fragen zu entlocken, die man vorher noch nicht gestellt hat, mag für den einen oder anderen hilfreich sein. Ihre Aussagen für bare Münze zu nehmen, scheint mir unangemessen.

© 2002–2008, Nico Dorn (Nutzungsbedingungen) Letzte Änderung dieser Seite: 1. Dezember 2008

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